Erstellen von Produktionsgutschriften

Über diesen Menüpunkt können Sie zu den zuvor erstellten Produktionsbelegen Produktionsgutschriften erstellen. Dabei handelt es sich um ein Dokument je Werk, in dem die betroffenen Belege zusammengestellt sind. Die Adressdaten des Werkes werden verwendet.

Beim Vorbelegen der Benutzerauswahl-Felder werden je nach Vorhandensein von abrechenbaren Belegen die betreffenden Eingabefelder aktiviert oder gesperrt. Auch bei geperrten Eingabefeldern können Sie die letztgetroffene Benutzerauswahl durch Aktivieren des entsprechenden Auswahlschalters noch sehen. Auf dem Druckdokument können Sie abhängig von der Formulargestaltung Lieferscheine und Vergütungen unterscheiden. Ein negativer Betrag allein ist nicht zwingend ein Kennzeichen für eine Vergütung: Es kann sich auch um einen Lieferschein mit negativem Betrag handeln.

Die Häkchen aus Lieferscheinen und aus Vergütungen wirken als Filter übergreifend auf den angegebenen Nummernbereich. Sie können also nicht zum Beispiel eine Produktionsgutschrift aus Lieferschein-Produktionsbelegen von 1 bis 100 und zugleich aus Vergütungsproduktionsbelegen von 101 bis 200 erstellen, weil es nur einen gemeinsamen Nummernbereich gibt.

Durch das Häkchen nur für Kunden und die zugehörige Kundennummer können Sie das Erstellen der Produktionsgutschriften auf diesen einen Kunden beschränken.

Die Sortierung der Gutschriften untereinander erfolgt nach Werknummer, innerhalb der Gutschriften nach Lieferschein-/Vergütungsnummer, Datum, Vergütungskennzeichen und laufender Nummer.

Vom Preis der Produktionsbelege wird in der Regel die Provision abgezogen. Die Provision kann (im gleichnamigen Feld Provision) in den Sonderpreisen für Kunden, (echte) Baustelle und Artikel hinterlegt und mit einer Datumsspanne und mit dem Werk eingeschränkt werden; der hinterlegte Betrag wird mit der Menge des Beleges multipliziert. Die Datumsspanne bezieht sich auf das (Lieferschein-)Datum des Beleges.
Ausnahme: Wenn der Preis des Produktionsbeleges aus dem Produzenten-Sonderpreis entstanden ist, dann gibt es keine Provision. Ob ein Sonderpreis vorliegt, sehen Sie im Fenster Produktionsbelege bearbeiten; Sie können dort auch Menge, Preis und Sonderpreis ändern.

Es wird stets der gültigkeitsabhängige Steuerschlüssel verwendet, wobei das eingegebene Gutschriftsdatum das Bezugsdatum ist.

Beim endgültigen Erstellen werden Buchungen erzeugt. Die Buchungen erhalten eine spezielle Belegart und eine spezielle Buchungsart. Das Konto und die Kostenstelle stammen aus dem Werk (Felder Kreditoren-Nummer und Kostenstelle). Das Gegenkonto wird folgendermaßen ermittelt: Erlösgruppe aus dem Artikel, abhängig vom Eigen-/Fremdkennzeichen und vom Selbstabholerkennzeichen, damit und mit dem Steuerschlüssel aus den Erlöskonten das Feld "AKTO", das Aufwandskonto. Diese Buchungen werden analog zu denen einer Rechnung erstellt. Wenn ein Zwischenkonto in den Optionen angegeben wurde, so wird dieses (analog zum Erstellen von Rechnung) benutzt.

In den Produktionsbelege werden bei endgültiger Verarbeitung Gutschriftsnummer, die Provision als Betrag pro Menge, das Gegenkonto und die Kostenstelle gespeichert, um diese Werte bei einer eventuellen Stornierung wiederverwenden zu können.

Bei eventuellen Kontierungsfehlern sehen Sie in der Auflistung der fehlenden Konten ein Häkchen, falls es sich um eine Vergütung (im Gegensatz zu einem Lieferschein) handelt. Zum Bearbeiten des Fehlers werden Sie dann in das jeweils zutreffende Eingabefenster geleitet.

Die Produktionsgutschriften werden (im Gegensatz zu anderen Gutschriften) nicht im Rechnungsausgang sondern in einer separaten Ausgangstabelle gespeichert. Es gibt eine Funktion zum Nachdrucken und eine Funktion zum Stornieren der Produktionsgutschriften.
Bamberg