Verarbeitungssperre rücksetzen

Zur Sicherung gegen mehrfach gleichzeitiges Erstellen von Rechnungen, Gutschriften und Stornos dienen mehrere Maßnahmen:
  • Die Fenster zum Erstellen von Rechnungen, Gutschriften und Frachtbelegen und deren Stornierung können in einem CIBFAKTURA-Hauptfenster zeitgleich nur ein Mal aufgerufen werden. Während eines dieser Fenster geöffnet ist, können Sie keines dieser Fenster ein weiteres Mal öffnen. Ein derartiger Versuchen wird sofort mit einer Fehlerausschrift abgewiesen. Das hat nichts mit den im folgenden beschriebenen Sperren und deren Rücksetzen zu tun. Diese technische einfache Methode genügt aber nicht, um alle möglichen Fehlerquellen auszuschließen.

  • a) Beim endgültigen Erstellen der genannten Dokumente wird am Server eine Verarbeitungssperre gesetzt. Das geschieht nach dem Betätigen von OK und nach den formalen Prüfungen am Client. Vom Beginn der Verarbeitungssperre an können in dem betroffenen Mandanten keine weiteren endgültigen Dokumente, gleich von welchem Benutzer, erstellt werden. Diese Maßnahme verhindert unter anderem das fälschliche Vergeben derselben Dokumennummern für Rechnungen, Gutschriften oder Stornos. Sie verhindert innerhalb einer Dokumentenart das mehrfache endgültige Verarbeiten desselben Lieferscheine oder derselben Frachtbelege. Und es verhindert Probleme mit der Zuordnung von E-Mails aus verschiedenen Dokumenten. Es können aber gleichzeitig Entwürfe einer anderen Dokumentenart erstellt werden, zum Beispiel Frachtgutschrift-Entwürfe oder Storno-Entwürfe, während endgültige Rechnungen erstellt werden, und umgekehrt. Beim Ende oder beim Abbruch des Erstellens der endgültigen Dokumente wird die Verarbeitungssperre automatisch zurückgesetzt. Die Sperre wird am Server zusammen mit dem zutreffenden Benutzer gespeichert. Signalisiert wird diese Sperre, wenn Sie eine weitere endgültige Verarbeitung versuchen, während eine solche Sperre besteht. Es gibt außerdem eine versteckte Anzeigemöglichkeit durch Aufruf der CIB-Fakturierung mit dem Kommandozeilen-Parameter "/autostart:VerarbSperre" (für Test- und Kontrollzwecke).

  • b) Beim Öffnen des Fensters zum Erstellen von Rechnungen und zum Erstellen von Gutschriften aus Vergütungen wird am Server eine Sperre gegen mehrfaches Öffnen dieser beiden Fenster in demselben Mandanten durch einunddenselben Benutzer gesetzt. Das hat verarbeitungstechnische Gründe, nämlich um zu verhindern, dass Programmvariable zwischen zwei verschiedenen Programmläufen sich gegenseitig überschreiben und dadurch zerstören. Beim Schließen des jeweiligen Fensters wird die Sperre zurückgesetzt. Andere Benutzer können das Rechnungs- und Gutschriftsfenster hingegen zeitgleich öffnen, wenn das nicht durch die erste Maßnahme verhindert wird. Diese Sicherung wirkt im Gegensatz zu a) auch zwischen mehrfach gestarteten CIB-Faktura-Anwendungen einunddesselben Anwenders auf demselben Client-Computer oder auch an verschiedenen Client-Computern.

  • c) Beim Öffnen des Fensters zum Erstellen von Frachtgutschriften wird analog zu b) eine Sperre gegen mehrfaches Öffnen dieses Fensters in demselben Mandanten durch einunddenselben Benutzer gesetzt. Die Erläuterungen gemäß b) gelten sinngemäß.

Diesen Menüpunkt benötigen Sie nur in Ausnahmefällen. Wenn nämlich das automatische Rücksetzen der Sperren gemäß a) oder b) oder c) einmal aus unerklärlichen Gründen nicht klappen sollte, bleiben die genannten Funktionen dauerhaft gesperrt, bis der Beton.NET-Server neu gestartet wird. Daher wurde alternativ diese Möglichkeit zum Rücksetzen geschaffen.

Beim Aufruf erhalten Sie eine Information, ob eine Sperre besteht (oder ob mehrere Sperren bestehen), gegebenenfalls auch durch welchen Vorgang und durch welchen Benutzer sie ausgelöst wurde. Falls eine Sperre besteht, wird ein Schalter zum Rücksetzen der betreffenden Sperre angezeigt.