Pumplieferscheine bearbeiten

Das Fenster ist verwandt mit dem Fenster Lieferscheine bearbeiten. Es bestehen im wesentlichen folgende Unterschiede:

Es ist ein zusätzliches Eingabe-/Auswahlfeld für eine Pumpe enthalten. Hiermit ist eine derjenigen Pumpen eingebbar/auswählbar, die unter dem Menüpunkt Pumpen bearbeiten definiert sind. Die Pumpe ist in diesem Fenster ein Pflichtfeld.

Es ist ein Block von Eingabedaten und Häkchen enthalten, über den zusätzliche Bedingungen eingestellt werden können, die für die Berechnung der Pumpleistungen maßgeblich sind. Sie werden weiter unten im einzelnen aufgeführt.

Wenn die Kopfdaten vorgegeben und syntaktisch richtig sind, dann lässt sich der Schalter Positionen erzeugen betätigen. Dise Funktion prüft zunächst, ob Pumpdaten für die vorliegende Baustelle eingestellt sind. Falls ja, werden bei den folgenden Schritten diese verwendet, falls nein, werden die allgemeinen, baustellenunabhängigen Pumpdaten verwendet. Das Programm geht alle in den Pumpdaten definierten Leistungen durch und prüft, ob die dafür vorgesehene Bedingung erfüllt ist und ob sich eine zu berechnende Menge (größer als Null) ergibt. Für jede zutreffende Leistung wird eine Position erzeugt. Falls bei Betätigung des Schalters schon Positionen vorhanden sind, können Sie entscheiden, ob diese bestehen bleiben oder entfernt werden sollen. Wenn bei der Preisberechnung Fehler auftreten, indem für einen Artikel und die zutreffende Preisliste kein Preis hinterlegt ist, weden die fehlerhaften Positionen angezeigt. Sie müssen zunächst die Artikelpreise anlegen, ehe Sie die Positionen erzeugen können.
Wenn Sie zugleich mit dem Betätigen des Schalters die Shift-Taste (=Großschalt-Taste) drücken, dann werden die Positionen nicht erzeugt, sondern das Programm zeigt Ihnen an, welche Leistungen übernommen werden können und welche Leistungen aus welchem Grund nicht übernommen werden.

Die Felder Ankunft / Abfahrt an der Baustelle bestimmen die Gesamtdauer des Einsatzes. Geben Sie diese Daten bitte jeweils als Uhrzeit in Stunden und Minuten ein oder benutzen Sie zur Erleichterung eine Kurzschreibweise. Aus den eingegebenen Uhrzeiten ermittel das Programm die Gesamtdauer in Stunden und Minuten (etwas weiter unten im Fenster) sowie daneben aufgerundet in volle Viertelstunden. Wenn der Abfahrtszeitpunkt kleiner als der Ankunftzeitpunkt ist, dann nimmt das Programm für die Abfahrt den Folgetag an.

Die Felder Pumpbeginn und Pumpende bestimmen die Pumpdauer. Beginn und Ende geben Sie bitte als Uhrzeit ein. Wenn das Endezeit kleiner als der Beginnzeitpunkt ist, dann nimmt das Programm für das Ende den Folgetag an. Die Pumpdauer wird vom Programm in Stunden und Minuten ermittelt und unter den Eingabefeldern angezeigt.

Die Zeitangabe 00:00 gilt als Mitternacht. Unterscheiden Sie hiervon eine leere Zeitangabe. Datumskomponenten der Zeitangaben werden in der Datenbank gespeichert, obwohl sie im Fenster unsichtbar sind. Das Datum kann zum Beispiel beim Importieren belegt worden sein. Wenn die Zeitangabe vom Anwender leer gemacht und gespeichert wird, geht die Datumskomponente verloren. Beim (erneuten) Eingeben einer Zeit wird mit dem Lieferschein-Datum aufgefüllt.

Eines der wichtigsten Felder ist die gepumpte Menge. Sie wird beim Ermitteln der zu berechnenden Leistungen als Menge zum Zugriff auf die Staffeltabellen verwendet.

Aus der gepumpten Menge und der Pumpdauer errechnet das Programm den Durchsatz (in Qubikmeter pro Stunde). Der Durchsatz ist ebenfalls eine wichtige Größe zur Ermittlung der zu berechnenden Leistungen. Er bestimmt, ob die staffelunabhängige Leistung (unter dem in den Pumpdaten definierten Grenzdurchsatz) oder die Mengenstaffel (ab dem definierten Grenddurchsatz) zur Anwendung kommt. Je nach Definition der Pumpdaten werden abhängig von Durchsatz und Menge folgende Leistungen dem Lieferschein zugefügt:
Grundleistung, Mietleistung, Förderleistung, Zusatzleistung und Pauschalleistung. Als Lieferschein-Menge wird bei den mengenabhängigen Leistungen (laut Mengenstaffel) die Pumpmenge verwendet, bei den mengenunabhängigen Leistungen ('unabhängig' und 'unter Grenzdurchsatz') der Wert "1". Es gibt hierbei folgende Ausnahmen:
- Die Menge für die Mietleistung unterhalb des Grenzdurchsatzes errechnet sich aus der Differenz zwischen der tatsächlich angefallenen Pumpdauer und derjenigen Dauer, die entsprechend der gepumpten Menge und dem Grenzdurchsatz vorgesehen ist. Diese Differenz wird auf volle Halbstunden abgerundet.
- Die Menge für die Förderleistung wird um die Freimenge verringert, die in den Optionen hinterlegt werden kann. Das betrifft die entstehenden Lieferscheinmenge, nicht aber die Leistungsermittlung aus der Staffeltabelle.
- Die Menge für die Pauschalleistung ist auch innerhalb der Mengenstaffel stets "1".
Die Leistungen unter dem Grenzdurchsatz werden nur dann hinzugefügt, wenn die zusätzliche Einschränkung "Pumpdauer größer als Null" erfüllt ist.

Unter Bogen, Rohr, Schlauchleitung, Reduzierer, zusätzl. Personal, Wartezeit und Standortwechsel geben Sie die jeweilige Anzahl oder Länge als ganze Zahl beziehungsweise die Zeitdauer als Dezimalwert ein. Wenn ein Zahlenwert größer als Null vorkommt, und wenn die korrespondierende Sonderleistung in den Pumpdaten definiert ist, dann wird diese Leistung mit der hier eingegebenen Zahl (als Lieferscheinmenge) als Lieferscheinposition zugefügt.

Die Häkchen bezüglich Baustellenanfahrt, keine Reinigungsmöglichkeit, Stahlfaserbeton, Samstag-/Sonntag-/Nachtzuschlag und Schadensfall setzen Sie je nachdem, ob die betreffende Leistung zu gewähren ist. Wenn eine korrespondierende Sonderleistung unter den zutreffenden Pumpdaten definiert ist, dann wird diese Sonderleistung mit der Lieferscheinmenge "1" als Lieferscheinposition zugefügt. Auch hier eine Ausnahme: Als Menge für den Stahlfaserzusatz wird die Pumpmenge verwendet.

Letzlich gibt es noch drei Sonderleistungen, die zwar nicht von den hier einstellbaren Eingabedaten abhängen, von denen aber zwei die hier definierten Eingabedaten als Lieferscheinmenge benutzen, nämlich die Pumpdauer, dieGesamtdauer und die Sonderleistung Pauschal (nicht mit der durchsatzabhängigen und mengengestaffelten Pauschalleistung zu verwechseln); die Sonderleistung Pauschal geht mit der Lieferscheinmenge "1" ein.