Lieferscheine bepreisen

Diese Funktion benötigen Sie nur in besonderen Fällen. In der Regel werden die Lieferscheine unmittelbar beim Einlesen aus einer Steuerungsanlage beziehungsweise beim Bearbeiten von Lieferscheinen bepreist.
Die Notwendigkeit zum separaten Bepreisen kann insbesondere in folgenden beiden Fällen bestehen:
  • Sie haben Änderungen an Stammdaten vorgenommen, die sich auf bereits vorhandene Lieferscheine auswirken sollen. Das kann eine Änderung am Artikelpreis sein, oder eine Änderung an Preislisten von Kunden/Baustellen, eine Änderung bezüglich Referenzbaustellen, eine Änderung an Rabatten, eine Änderung an Tarifzonen oder Gebieten oder gar die Änderung der Mandanten-Preisliste.
  • Sie haben an einem oder mehreren Lieferscheinen Änderungen in den Kopfdaten vorgenommen, die sich auf die Preisberechnung auswirken, aber keine automatische Neubepreisung bewirkt haben; und Sie haben die betroffenen Lieferscheine nicht manuell neu bepreist.
Mit dem Fenster können Sie auch alternativ zu Bepreisung vornehmen oder auch zusätzlich ein Protokoll erzeugen. Mindestens eine dieser beiden Funktionen müssen Sie auswählen. Die Protokoll-Funktion ist deaktiviert, wenn das notwendige Formular nicht installiert ist. Die Bepreisungsfunktion ist deaktiviert, wenn (wegen Barzahlung) keine bepreisbaren Lieferscheine vorhanden sind.
Im Protokoll werden analog zum Fenster "Lieferscheine einlesen" auch abgelaufene Preisbindungen dargestellt. Eine Preisbindung gilt als abgelaufen, wenn einer der folgenden Fälle zutrifft:
  • wenn in der echten Baustelle das Rabattdatum vor dem Lieferscheindatum liegt
  • wenn in der Rahmenbaustelle das Rabattdatum vor dem Lieferscheindatum liegt
  • wenn in der echten Baustelle das Sonderpreisdatum vor dem Lieferscheindatum liegt
  • wenn in der Rahmenbaustelle das Sonderpreisdatum vor dem Lieferscheindatum liegt
  • wenn für die echte Baustelle und die zutreffende Produktgruppe zwar Sonderkonditionen existieren, aber keine einzige davon das Lieferscheindatum einschließt
  • wenn für die Rahmenbaustelle und die zutreffende Produktgruppe zwar Sonderkonditionen existieren, aber keine einzige davon das Lieferscheindatum einschließt
  • wenn für die echte Baustelle und den vorliegenden Artikel zwar ein Sonderpreis existiert (*), aber kein einziger davon das Lieferscheindatum einschließt
  • wenn für die Rahmenbaustelle und den vorliegenden Artikel zwar ein Sonderpreis existiert (*), aber kein einziger davon das Lieferscheindatum einschließt
(*) bei diesen beiden Prüfungen werden folgende Sonderpreis-Datensätze einbezogen:
- wenn die Verpackung im Lieferschein leer ist, dann werden nur die Sätze ohne Verpackung eingezogen, andernfalls diejenigen mit der angegebenen Verpackung.
- es werden sowohl alle Sätze ohne Werk einbezogen als auch diejenigen Sätze, bei denen das Lieferscheinwerk mit dem Werk der Sonderkondition übereinstimmt

Sie können mit dieser Funktion nur unberechnete Lieferscheine neu bepreisen. Bei Aufruf des Fensters sehen Sie die zulässigen von-bis-Spannen, in denen unberechnete Lieferscheine existieren. Sie können die Spannen nach Belieben einschränken; wenn Sie die Spannen jedoch erweitern, stellt das Programm solche Werte, die außerhalb der gültigen Spanne liegen, zur Warnung in kursiver Schrift da. Das hat auf die Verarbeitung jedoch keine Auswirkung.

Einzelheiten zur Preisberechnung finden Sie unter Lieferscheine bearbeiten Beachten Sie zusätzlich, dass nur solche Positionen bepreist werden, bei denen die Bepreisung durch das entsprechende Häkchen im Artikel vorgesehen ist.

Barzahlerlieferscheine werden nur abhängig einerseits von der Einstellung in den Optionen und andererseits abhängig von dem Bepreisungshäkchen im Artikel bepreist. Bei Lieferscheinen mit dem Häkchen "nicht bepreisen" wird gegebenenfalls nur die Preisliste verändert. Der Preis selbst bleibt unverändert.

Fehlerbehandlung:
Beim Bepreisen können Fehler entstehen, wenn nämlich zu der vom Programm ermittelten Preisliste kein Artikelpreis hinterlegt ist. Wenn solche Fehler auftreten, dann erhalten Sie nach einer entsprechende Warnung detaillierte Informationen und Korrekturmöglichkeiten. Hierzu blendet das Programm Auflistungen über drei Registerkarten-Seiten ein. Die erste Seite enthält eine Liste der festgestellten Fehler je Lieferschein-Position. Die beiden folgenden Registerkarten-Seiten fassen die Fehler nach den jeweiligen Fehlerursachen zusammen und erlauben Ihnen eine schnelle Korrektur.
Auf der Seite Artikelpreise anlegen werden alle Artikel mit den jeweiligen Preislisten angezeigt, für die kein Artikelpreis existiert. Wenn sich mehrere Fehler von der ersten Seite auf denselben Artikel beziehungsweise auf dieselbe Preisliste beziehen, dann sehen Sie hier entsprechend weniger Zeilen als auf der ersten Seite. Über den Schalter bearb (=bearbeiten) in der jeweiligen Zeile können Sie in das Fenster zum Bearbeiten von Artikeln wechseln. Dort wird bereits eine neue Preislistenzeile für den fehlenden Preis vorschlagsweise erzeugt; Sie brauchen nur noch die Preise "frei Bau" und "Fracht" zu ergänzen und zu speichern.
Auf der Seite Preislisten zuordnen werden die Fehler nach diejenigen Stammdaten zusammengefaßt, bei denen möglicherweise die Preislisten falsch hinterlegt sein könnten. Wenn mehrere Fehler von der ersten Seite dieselbe Fehlerursache haben, dann sehen Sie hier ebenfalls entsprechend weniger Zeilen als auf der ersten Seite. Die Fehlerursachen sind insofern vielfältiger als bei "Artikelpreisen", als die fehlerhafte Preisliste aus Sonderkonditionen (S), aus Baustellen (B), aus Kundendaten (K), aus Produktgruppen (P) oder aus den Mandanteneinstellungen (M) stammen kann. Die beiden ersteren können sich unterschiedlich auf die echte oder auf die Rahmenbaustelle beziehen. Sie erkennen die Herkunft der möglicherweise fehlerhaften Preisliste an dem vorangestellten Buchstaben. Über den Schalter bearb (=bearbeiten) in der jeweiligen Zeile können Sie das jeweils zutreffende Stammdatenprogramm wechseln. Dabei wird der Fokus gleich in das Preislsitenfeld plaziert; Sie brauchen nur noch eine andere Preislsite auszuwählen und zu speichern. Falls die Preisliste aus den Mandanteneinstellungen stammt, erhalten Sie statt "bearb" nur einen Schalter Tipp, der auf diesen Sachverhalt aufmerksam macht; Sie können die Preisliste dann nur über den Menüpunkt "Extras - Optionen" ändern.
In der Regel ist es zur Behebung eines Fehlers nur erforderlich, entweder den Artikelpreis anzulegen oder die Preisliste zu ändern. Sie müssen eigenverantwortlich entscheiden, welches der jeweils richtige, beabsichtigte Vorgang ist.
Die Bearbeitungsschalter sind matt dargestellt, wenn Sie nicht über die erforderlichen Rechte zum Bearbeiten der jeweiligen Stammdaten verfügen.