Import von Zahlungseingängen

Das Fenster dient dazu, Zahlungseingänge zu Rechnungen aus einer anderen Anwendung in die Rechnungsausgangstabelle von Beton.NET zu importieren. Als Voraussetzung hierfür muss eine Datei mit den Importformat-Definitionen im Programmverzeichnis des Beton.NET-Servers vorhanden sein und es muss in der Definitionsdatei ein Format enthalten sein, dass zum Format Ihrer Importdaten passt.

Das Programm liest die einzelnen Datensätze ein. Zutreffende und fehlerfreie Datensätze werden verarbeitet. Unzutreffende Datensätzen werden in bestimmten Fällen überlesen, in anderen Fällen auf der Ergebnisliste dargestellt.

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arbeitsweisen, die Sie wählen können:
  • 1. Arbeitsweise: In den Importdaten ist der insgesamt gezahlte Betrag enthalten. Dieser Betrag ersetzt den bisher vorhandenen Teilzahlungsbetrag, auch wenn er niedriger als der bisher vorhandene Teilzahlungsbetrag ist.
  • 2. Arbeitsweise: Der übergebene Betrag wird zum bisher eventuell schon vorhandenen Teilzahlungsbetrag addiert.

    Achtung: Importieren Sie in diesem Fall jede Importdatei nur ein einziges Mal.

Mit den anderen Übergabedaten wird folgendermaßen verfahren:
  • Das übergebene Datum wird als Teilzahlungsdatum gespeichert; ein eventuell schon vorhandenes Datum wird dabei überschrieben.
  • Wenn der zu zahlende Sollbetrag erreicht ist, wird das Häkchen bezahlt gesetzt und das übergebene Datum als bezahlt-Datum gespeichert. Auch dabei wird ein eventuell schon vorhandenes Datum überschrieben. Das Häkchen wird nicht wieder zurückgesetzt, wenn durch einen folgenden negativen Zahlungseingang der Sollbetrag wieder unterschritten wird. Für das Erreichen des zu zahlenden Betrages gelten folgende Bedingungen.
    • Entweder muss der Sollbetrag (zu einem beliebigen Datum) durch den kumulierten Teilzahlungsbetrag erreicht oder überschritten sein.
    • Wenn in den importierten Daten das Feld BRUTTO enthalten ist, dann wird für den vorgenannten Vergleich dieses Feld statt des Sollbetrages verwendet; der Sollbetrag selbst wird aber nicht verändert.
    • Oder es muss die zweite Arbeitsweise vorliegen und der skontierte Betrag innerhalb der Skontofrist muss durch den kumulierten Teilzahlungsbetrag erreicht oder überschritten sein.
    • Durch Vorgeben einer Toleranz für Skonto-Überziehung (in Tagen) können Sie die ursprünglich gewährte Skonto-Frist für die vorgenannte Prüfung verlängern.
Sie können weiterhin wählen, ob eine strenge Prüfungen gegen Überzahlung ausgeführt werden soll. In diesem Fall wird kein Zahlungseingang (auch kein negativer) akzeptiert, wenn das Häkchen "bezahlt" schon gesetzt ist. Und es wird keine Bezahlung über den Bruttobetrag der Rechnung und innerhalb der Skontofrist keine Bezahlung über den skontierten Betrag hinaus akzeptiert. Bei Verletzung dieser Bedingung erfolgt kein Import der Zahlung. Der Datensatz wird auf dem Protokoll als "überzahlt" gekennzeichnet.

Bei dem Format mit Datenbankzugriff (derzeit nur Arriba) können Sie rückliegende Tage vorgeben. Die hier eingestellte Zahl ist als Inhalt eines Ersatzausdruckes bei dem Datenbankbefehl des Importformates verwendbar. Dort könnte zum Beispiel die Bedingung "belegdatum>=SYSDATE-@TAGE" definiert sein.

Die übernommenen Daten werden im Protokoll aufgeführt. Vom Ergebnis des Imports können Sie sich außerdem im Fenster Rechnungsausgang überzeugen.

Beim Import aus einer Datenbank (derzeit nur Arriba) erzeugt das Programm in einem ersten Schritt, der der eigentlichen Verarbeitung vorausgeht, eine temporäre Zwischendatei unter dem im Fenster einstellbaren Namen. Diese Datei muss vorhanden sein, sie wird aber bei Betätigung von "Import starten" mit den Daten aus der Datenbank überschrieben; diese Zwischendatei kann Ihnen im Bedarfsfall zu Kontrollzwecken dienen.

Hinweise zur Gestaltung der ImportZahl.def-Datei

Es wird dieselbe Syntax verwendet, wie zum Importieren von Lieferscheinen. Das Format kann daher im Fenster "Definitionen für LS-Import bearbeiten" getestet werden. Dort ist die Import-Syntax an Beispielen demonstriert.

Es können alle Datenfelder der Tabelle RAUSGANG benutzt werden. Die Verarbeitung erfolgt aber nur für ausgewählte Felder, nämlich folgende: RNUMMER, TZAHLUNG, TZDATUM und BRUTTO. Beim Auftreten von RETURN FALSE wird die Verarbeitung des Eingabe-Datensatzes ohne Verarbeitung abgebrochen. RETURN TRUE bewirkt die Verarbeitung des Datensatzes. Falls kein RETURN vorkommt, wird am Ende der Definitionen verarbeitet.

Eine Kommentarzeile, die mit "Tipp:" beginnt, wird dem Anwender zur Info im Fenster angezeigt. Das ist für die neu hinzugekommenen Auswahlmöglichkeiten "strenge Prüfung" und "Kumlieren/Ersetzen" vorgesehen, deren Bedeutung früher in den Import-Definitionen verschlüsselt war.

Zusätzlich zu den Format-Kennungen FEST, CR, TRENN werden auch ODBC, ORACLE und XML unterstützt, nicht jedoch DBF. Bei ODBC und ORACLE muss auf diese Kennung nach einem Leerzeichen ein Zusatz folgen, nämlich durch | in drei Teile getrennt: der Connect-String oder die DSN-Datenquelle, die Tabelle und eine Bedingung. Bei XML muss das zu verwendende Trennzeichen folgen und dann in der Regel der Stammknoten (außer letzterem beim abgerüsteten Excel-XML-Format).